29.05.2021 Lavin in Graubünden nach Imst  in Tirol – 110km

Mit der Bahn nach Lavin durch den Vareina Tunnel.

Lavin liegt am Inn auf 1400Hm, relativ frisch auf dieser Höhe und mit kurzen Hosen!

Es ging leider nicht nur Bergab sondern eben auch bergauf, was mir nicht ganz bewusst war!

Schöne Ortschaften unterwegs sind Ardez und auch Scuol!

Sehenswert ist der Skulpturenweg in Scuol, der genau am Innradweg liegt!

Viel Gegenwind, selbst bergab musste ich treten und es meldete sich wieder einmal mein Knie.

Im Tal in der nächsten Apotheke habe ich dann Iboprofen und Voltaren gekauft!

Durch Zufall habe ich ein Backpacking Hostel gefunden (romedihof.at).

Drei junge Deutsche warteten schon auf das Bier mit mir!

30.5.2021 von Imst im Tirol nach Kramsach Tirol – 120km

Das obere Inntal ist weitaus interessanter als zwischen Innsbruck und Kufstein.

Es herrscht viel Industrie vor, naja irgendwo muss Geld verdient werden!

Ich sah am oberen Verlauf wunderschöne Alpwiesen voll mit blühenden Kräuter und Blumen.

War drauf und dran an Innsbruck vorbei zu radeln, aber zum Glück ist die Altstadt recht nah am Radweg.

Ich konnte also das goldene Dachl mit eigenen Augen sehen!

Leider werden grad die Strassen der Altstadt saniert!

Aber man kann trotzdem sehen, Innsbruck ist ein Besuch wert.

31.05.2021 von Kramsach nach Waidring im Pillerseetal – 109km

Über Kufstein nach Kiefersfelden Deutschland.

Zum Glück wird man als Radler von den Grenzbeamten komplett ignoriert!

In Kiefersfelden habe ich das 2. Frühstück genommen. ( deutsch und preiswert)

Diesmal weg vom Inn und den Einstieg in den Mozartradweg suchen.

Durch das wunderschöne Kaiserwinkl.

Wollte schon mal anhalten und den Leuten erzählen, in was für einer Idylle sie eigentlich leben.

Käme aber wahrscheinlich nicht gut an, denn wenn der Alltag einkehrt sieht man die Idylle nicht mehr!

Vorbei am schönen Walchsee aber immer hoch und runter, mit Gepäck ist das nicht immer schön.

Habe einfach wieder zu viel Gepäck!

Manchmal sind die Pensionen nicht gut zu erkennen.

Aber ein junges Mädel hat mir einen Tipp gegeben und ich fand das Bauernhaus gleich am Radweg gelegen!

1.6.2021 von Waidring im Kaiserwinkel nach Wolfgangsee – 126km

Wieder einmal eine harte Tour, ein ewiges auf und ab. Aber die Aussichten haben sich gelohnt.

Ein Paar ist hinterher mit einem E-Bike gefahren und ihr hat wohl mein Anblick von hinten so gefallen.

Sie wollte gleich ein Foto machen, nur ein Foto!?

Ja es sind fast nur E-Biker unterwegs und sie werden immer älter die Damen und Herren auf dem Bike!

Am Wolfgangsee habe ich mir am Campingplatz eine Pizza und einen kalten erfrischenden Weisswein gegönnt. 

Hatte ich verdient!

Unterwegs kurz nach Salzburg, da fährt man u.a. den Salzkammergut Radweg.

Dort habe ich einen Tipp von einem einheimischen Radler bekommen, wie ich weiter Richtung Donau fahren könnte!

Nach Bad Ischl beginnt dann eben der Traun Radweg.

Den ich auch genommen habe, da die Traun hinter Linz in die Donau fliesst!

2.6.2021 von Wolfgangsee nach Hörsching an der Traun – 127km

War unterwegs am Traunsee, übrigens auch sehenswert.

Am See habe einmal geschaut, ob ich ein Warmshowers Host an der Traun finde.

Und ich hatte Glück, die Familie Kleinfelder in einem sehr nett eingerichteten Bauernhof, hat mich als Gast aufgenommen.

Es war ein wunderschöner Abend mit einem Glas Wein und netter Unterhaltung!

In einem Buch dort habe ich vom R1 Jubiläumsweg gelesen. 

Der führt genau durch das Burgenland und enden tut er in St. Anna am Aigen. 

Was für ein Zufall, ich habe Jubiläumsferien muss also unbedingt diesen Radweg fahren!!!

3.6.2021 von Hörsching nach Pömling ( Nähe Stift Melk) – 123km

Heute ist Feiertag und natürlich bei wunderschönem Wetter alle auf dem Rad!

Viel Betrieb auf dem Donau Radweg. 

Von Grein bis Krems fand ich den Radweg am Spannendsten bzw. am Schönsten!

Ich wollte einmal die App „Schauaufsland“ (landwirtschaftliche Betriebe, die Zelten erlauben) testen.

In Pömling, unweit der Donau, fand ich einen Bauernhof, wo ich mein Zelt unentgeltlich aufstellen konnte.

Naja wie soll es auch anders sein, die Donau ist im Tal aber das Gehöft 300Hm oberhalb!

Das heisst mal wieder in die Pedale treten und schwitzen!

Gelohnt hat es sich allemal, es gab auch ein kleines Restaurant.

4.6.2021 von Pömling nach Klosterneuburg – 133km

War am Morgen noch im Stift Melk vielmehr im Hof, sehr grosser und schöner Komplex.

Nach Krems war flaches Land angesagt, hat auch Vorteile, man kann mal mehr Kilometer machen ohne Anstrengung!

Habe mir Klosterneuburg als Ziel gesetzt, da es kurz vor Wien liegt und einen Campingplatz in der Nähe vom Zentrum hat!

Habe eine Einheimische gefragt, wo es was zu Essen gäbe, sie meinte: „Es ist zwar schön zu wohnen hier aber es gäbe nichts zum Einkehren“!

könnt ich mir fast nicht vorstellen, aber viel habe ich nicht gefunden und auf Kebab hatte ich keine Lust!

Fand aber ein spanisches Restaurant „Montaditos y mas“, Pan Catalan und Gambas al Ajillo und ein Glas Wein dazu… phantastisch.

5.6.2021 von Klosterneuburg nach Neusiedl am Neusiedler See – 88km

An Wien vorbei, was soll’s, ich komme vielleicht noch einmal wieder.

Es ist schwierig einfach so mit einem vollgepacktem Bike so durch die Innenstadt zu schlendern!

Musste mich nach Wien vom Donauradweg verabschieden und habe dann einen Weg nach Neusiedl gesucht.

Erst einmal Richtung Flughafen, da geb es ein Veloweg, quer durch die Parking Area usw.

Dann war es so ziemlich einfach über kleine Strassen oder die Strassen hatten einen Radweg. 

Musste dann noch kurz durch ein militärisches Sperrgebiet, wobei der Weg war erlaubt zu passieren!

Durch Wiese und Wald und die Wege waren dann aber auch schwieriger zu fahren.

Dann habe ich erst einmal die Lage in Neusiedl gecheckt.

Am See ein Eis geschleckt, ein paar Bilder geschossen und mal geprüft, wo ich übernachten konnte!

Es waren viele Leute unterwegs, die den Tag genossen haben. 

Seltsamerweise war das Eis direkt am See in einem Kiosk mit 1€ pro Kugel am billigsten bisher?

6.6.2021 Neusiedl: ein Pausentag

Bin zur Entspannung auf dem Seeradweg in die nächste Gemeinde ( Weiden ) gefahren.

Unterwegs hat es in verscheiden Imbissen Erfrischungen für die Radler. 

Am „Schwalbenimbiss“ hatte ich so einen „Spritzer“ (Gespritzter Weißwein) getrunken und mit dem Imbissbesitzer ein wenig geplaudert.

Er hatte Zeit zum Plaudern, denn aktuell lief es nicht allzu gut, zu wenig Kundschaft. 

Der Imbiss wurde betrieben vom Weingut Guttmann https://www.weingut-guttmann.at/

Österreichische Weine sind eigentlich so weit ich sie getrunken habe, alle sehr gut!

7.6.2021 von Neusiedl nach Drumling in Südburgenland – 139km

Habe dann den  R1 Jubiläumsweg genommen…

Im Südburgenland ist die touristische Infrastruktur nicht ganz so ausgeprägt wie im Norden.

Teilweise wieder schwere Steigungen, auf einer Abfahrt habe ich ein Restaurant gefunden, dass auch offen war. 

Ein alkoholfreies Bier, Knödel, Sauerkraut und Bratwurst.

Den Knödel musste ich zur Hälfte stehen lassen, war einfach zu viel.

In Stadtschlaining, nach einer satten Steigung, sollte es eine Pension geben, aber das sah nicht vertrauenswürdig aus. 

Am Marktplatz ( netter Flecken) habe ich nachgefragt und die sympathischen Leute haben mich nach Drumling geschickt.

War nicht mehr weit. 

Das Gasthaus hatte geschlossen und völlig verzweifelt habe ich an die Scheiben geklopft. 

Wollte schon hinters Haus nach einem Eingang suchen, da schaute auch schon der Wirt aus dem Fenster!

Das Ergebnis war ein kleines feines Zimmer mit einer liebevoll hergerichteten Jause -Platte und ein Bier.

Der Abend war gerettet!

8.6.2021 von Drumling nach Mureck ( Campingplatz and der Mur) – 133km

Eisenberg an der Prinka, Güssing, Jennersdorf ( erst ungarische Grenze, dann Slowenische Grenze )…

Ein ewiges auf und ab, streng aber schön durch Weinberge und kleine Weiler!

Camping am Röcksee, Montag und Dienstag Ruhetag, so ein Quatsch! Gefunden habe ich dann doch jemanden.

Habe ein kühles Bier von einem österreichischen Camper bekommen, er hatte wohl Mitleid!

Dort habe ich dann mein Notvorrat gegessen und zeitig ins Bett.

9.6.2021 von Mureck  nach Lavamünd Kärnten an der Drau – 100km

Ein stückweit Steiermark, Spielfeld, Südsteirische Weinstraße, Ozbalt an der Drau  in Slowenien, Dravograd, dann wieder Österreich.

Auch an der Weinstrasse extreme Steigungen mit super Aussichten und am Wegrand eine Menge dieser Buschenschänken.

Nichts los in Slowenien … keine Restaurant o.ä. in Sicht und das einzige hatte nichts zum Essen!

Erstes und gutes Gasthaus „Hüttenwirt“ gleich am Ortseingang von Lavamünd.

10.6.2021 von Lavamünd nach Maria Rain – 90km

Die untere Drau ist an vielen Stellen angestaut wurden und bildet oft Stauseen mit etlichen Kraftwerken.

Aber der Drauweg ist sehr schön angelegt und führt durch Wälder entlang des Flusses. 

Flussüberquerungen mit einer Hängebrücke und unterhalb der Eisenbahn.

Kurzer Abstecher nach Völkermarkt.

Hatte mir einen 2. Warmshowers Host nicht weit der Drau ausgesucht, Horst und Angelika.

Und wieder einmal hatte ich vom Drautal nach Maria Rain vielmehr Toppelsdorf 300Hm zu bewältigen.

11.6.2021 von Maria Rain nach Spittal an der Drau  – 109km

Ab Villach war der Drauweg noch viel interessanter zu fahren, sehr schöne Passagen!

Der Bike Butler gab mir den Hinweis den Drauweg weiterzufahren und nicht wie gedacht durch das Gailtal zu radeln.

Habe noch schnell meine Bremsen nachjustieren müssen.

Unterwegs gab mir noch eine älteren Dame einen biblischen Gruss mit auf dem Weg.

In Spittal habe ich eigentlich den Campingplatz anvisiert, aber ein heftiger Regenschauer hat es mir verleitet.

Der Drauwirt vom Campingplatz hat mich dann zum Brückenwirt geschickt. 

Zimmer und Preise noch tragbar.

Spittal hat eine kleine florierende Altstadt.

12.6.2021 von Spittal nach Camping Lienzer Dolomiten – 110km

Schade, dass ich mir Lienz nicht angeschaut habe, soll auch sehr schön sein.

Aber auch der Weg der Drau nach oben wurde immer interessanter.

Unterwegs waren viele Italienische eBiker in Richtung Lienz unterwegs.

Toblach Südtirol bietet viele Mietstationen, von wo aus die eTouren starten.

Der Campingplatz “Lienzer Dolomiten” sah von weiten nicht gerade einladend aus. 

Meine erste Frage war, ob es was zu Essen gibt. „Ja“ die Antwort. Somit gab es einen Zuspruch für diesen Platz.

Dort traf ich noch ein Weitwanderpaar mit Topausrüstung auf den Weg nach Santiago de Compostela.

Auch ein junger Österreicher auch auf Pilgerwegen der war aber eher spartanisch unterwegs.

Getroffen habe ich auch ein Radwanderpaar aus Österreich… sehr nett! 

13.6.2021 von Tassenbach nach Klausen – 118km

Man denkt ja nun geht es bergab Richtung Bozen, aber weit gefehlt. 

Kurze knackige Steigungen, Umleitungen mit 18% Steigungen. 

Eigene Verfehlungen mit auf und ab, rauben den Nerv.

Riesige Umfahrungen mit dem Radweg, nur weil unmöglich viele Schnellstrassen nach Bozen verlaufen und die Radwege eher unter priorisiert sind.

Brixen ist auch sehr schön und hier habe ich einen kleinen Imbiss eingenommen.

In Klausen, eines der schönsten Dörfer in dieser Gegend, habe ich einen Stop eingelegt.

Camping Gamp unweit der Altstadt war dann mein Ziel.

14.6.2021 Pause in Klausen in Südtirol

Besuch des Klosters Säben auf dem Säbener Berg.

Schlendern durch die Altstadt. Weisswein und einen kleinen Snack am Mittag.

Am Abend eine Minestrone mit angedünstete Eierschwämmli und Petersilie, ein wenig Rotwein rundet das ganze ab.

Auf dem Camping kann man immer die verschiedensten Campingtypen sehen. Ein nigelnagen neuen Eriba, ein Dachzelt, Pössel & Co.

Von den netten Nachbarn aus Holland habe ich mit ein wenig Butter für die Pilze und eine Luftpumpe geliehen.

Die Pumpe habe ich ihm wiedergegeben!

15.6 von Klausen nach Glurn Camping Gloria Vallis – 132km

Bis Meran ging es flott bergab.

Ein Ersatzschlauch schnell noch in Bozen gekauft.

Ein paar Holländer auf dem Weg nach Rom und alle mit dem selben Reiseführer „Reitsmas Weg nach Rom“ 

Kurz nach Meran ein paar Kehrschleifen nach oben, dann aber weiter moderat auf 900 Hm nach Glurns!

Zum Mittag hatte ich einen Salat mit Speckknödel und ein alkoholfreies Bier.

Am Abend dann wieder Alkohol und zum Abschluss der Rundreise ein feines Abendessen.

16.6.2021 von Zernez Graubünden nach Stank Gallen – 70km

War überrascht, wie schnell doch das Zelt am Morgen getrocknet ist.

Nachdem der Campingbesitzer jeden seine bestellten Brötlis persönlich gebracht hatte, konnte ich dann mein letztes Frühstück geniessen!

In Laatsch  ging es dann nonstop nach oben, Richtung Ofenpass, durch das Val Müstair.

Bei heissen Temperaturen ging es hinauf auf 2100m.

Zuerst abseits der Bundesstrasse auch ab und an durch Wälder, wo es ein wenig Kühlung gab.

Aber die letzten 400Hm direkt auf der Bundesstrasse mit all den Motorräder, Autos und auch grossen Transportern.

Kein Spass.

Und abwärts dann doch mit einer kleinen Rampe. 

Ein kühles Bier bevor der Zug abfährt.

Die letzten 20km von Sankt Gallen nach Flawil zum Ausklang.